Devisentermingeschäfte – Devisenforwards – FX-Forward

Drei Begriffe für eine Bedeutung. Devisentermingeschäfte sind oft im Gespräch aber vielen ist unklar, was es ist. Dieser Artikel soll etwas Licht in diese Geschäfte bringen. Die damit in Verbindung stehenden Begriffe werden erklärt.

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Devisentermingeschäft – Der Begriff

Das Devisentermingeschäft ist eine vertragliche Vereinbarung für natürliche oder juristische Personen, um eine bestimmte Währung gegen eine andere zu einem festgelegten und vorher vereinbarten Termin und Kurs zu erhalten oder zu liefern. Devisen sind Währungen anderer Länder, welche frei konvertierbar gehandelt werden können.

Devisenhandel

Eine Währung ist die Ordnung des Geldwesens eines Landes bzw. bei Gemeinschaftswährungen des Währungsraumes. Da es sich beim FX Forward um zwei Währungen handelt spricht der Trader auch von einem Währungspaar. Diese Geschäfte finden außerhalb des Börsenhandels statt.

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Termin- und Kassakurs

Der Terminkurs ist auch unter der Bezeichnung Forward Rate bekannt. Er stellt den Preis oder wenn man so will, den Kurs dar, der bei einem Devisentermingeschäft gilt. Er ist der Preis für eine Währung. Die Lieferung dieser Währung erfolgt jedoch zu einem Zeitpunkt in der Zukunft. Es ist ein festgelegter Kurs und er bietet Planungssicherheit. Für den Kassakurs findet man zwei Bedeutungen. Einmal steht er für den täglich berechneten Börsenpreis und zum anderen der Preis der Währung am Kassamarkt. Der Swapsatz ist der Unterschied zwischen beiden Kursen. Liegt der Terminkurs über dem Kassakurs, wird dies als Report bezeichnet. Ist der Terminkurs geringer als der Kassakurs wird vom Deport gesprochen.

 

Sologeschäft und Swapgeschäft

Beim Sologeschäft, dem Outright-Geschäft, werden die Devisenbeträge auf Termin ver- oder gekauft. Bei diesen Geschäften verpflichten sich die Käufer, einen bestimmten Geld-Betrag zu bezahlen, der Verkäufer liefert den dem entsprechenden Betrag in Devisen. Solche Geschäfte werden in der Regel bei Export- und Importgeschäften genutzt, wodurch Exporteure oder. Importeure die Wechselkursrisiken auf deren Banken abgeben um die eigenen Risiken zu reduzieren. Swapgeschäfte verstehen sich als eine Kombination von Kassa- und Termingeschäft. Das Swapgeschäft ist im eigentlichen Sinne ein Tausch. Der Vertragspartner erwirbt oder verkauft Kassadevisen und erwirbt bzw. verkauft gleichzeitig Termindevisen. Diese Geschäftsform kommt im Interbankenhandel vor.

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Devisenterminhandel als Optionsgeschäft

Das Devisentermingeschäft kann auch als Optionsgeschäft bestritten werden. Der Käufer einer Kaufoption (Call) erwirb das Recht, gegen eine Optionsprämie eine von ihm bestimmte Währung zu einem festgelegten Kurs, dem Basispreis am Ende der Laufzeit (in Europa) bzw. innerhalb der Laufzeit (in den USA) erwerben zu können. In der Umkehr hat ein Käufer einer Verkaufsoption (Put) auch das Recht, die Währung zu dem vorher fixierten Kurs am Laufzeitende bzw. während der festgelegten Laufzeit zu verkaufen. Befindet sich die Option im Geld, wird der Käufer die Option normalerweise ausüben und somit seinen Gewinn erwirtschaften. Kann er das nicht, die Option liegt demnach aus dem Geld, lässt er seine Option verfallen. Der Verlust begrenzt sich für ihn auf die Optionsprämie.

Bei der Entwicklung des Eurokurses in der gegenwärtigen Situation kann jeder leicht erkennen, wie wichtig besonders für Wirtschaftsunternehmen eine Absicherung des Währungsrisikos ist.

Eurokurs

Die Grafik zeigt diese Schwankungen anschaulich. Auch für Privatanleger kann der Devisenterminhandel attraktiv sein. Privatpersonen müssen jedoch bei ihren Banken einige Bedingungen erfüllen um an diesem Geschäft teilnehmen zu können, da es stark risikobehaftet ist.



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This entry was posted on 15. April 2015 and is filed under Finanztipps. Written by: . You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.