Was ist Forex Trading?

Wer von Forex Trading spricht, meint eigentlich den Handel mit Devisen. Noch genauer – es geht um die Spekulation mit Devisen, den Auf und Ab der Wechselkurse. Es geht um Geld verdienen. Das ist durchaus nichts Schlimmes. Der Handel lebt immer davon billiger einkaufen zu können als es später wieder zu verkaufen. Nur mag es dem Einen oder Anderen gefallen dieses Prinzip beim Handel mit Devisen zu verteufeln. Die Motive sind dabei recht vielfältig.

 

Was ist eigentlich der Wechselkurs?

Der Devisenmarkt ist ein globaler Markt. Er ist dezentral organisiert. Es gibt keine ZENTRALE, bei der alles hinterlegt ist und die alles richtet. Die Marktteilnehmer agieren weltweit und unabhängig von einander. Es kommt daher zu einer nicht abgestimmten Nachfrage nach Devisen. Auch das Angebot an den verschiedenen Währungen ist ständigen Schwankungen unterworfen. Trotz allem hat aber das auch insgesamt auch System. (Dazu später). Diese unterschiedlichen Akteure verändern durch Angebot und Nachfrage die Preise der Währungen zu einander. Es wird zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmter Preis für eine Währung aufgerufen. Der Betrag der einen Währung den man dann für die andere zahlen muss ist der Kurs. Der Wechselkurs, den viele von Ihnen im Urlaub schon kennen gelernt haben, wenn Geld gegen die Landeswährung getauscht werden musste.

Kursentwicklungen

Warum verändern sich Wechselkurse?

Lapidar könnte man jetzt sagen, weil die Nachfrage oder das Angebot sich verändern. So einfach ist das aber nicht. Der Wert einer Währung wird durch objektiv nachvollziehbare Sachverhalte bestimmt, wie die Wirtschaftskraft eines Landes, dessen Arbeitsmarkt, der Nachfrage nach Konsum- und Produktionsgütern und anderen Wirtschaftskennziffern. Aber er wird auch finanzpolitisch gesteuert. Notenbanken ändern die Leitzinsen, lassen Geld drucken oder Staatsanleihen kaufen um so auf die Kurse Einfluss zu nehmen. Der dritte Faktor sind die Spekulanten. Deren Agilität am Markt, die oft als Volatilität bezeichnet wird, lassen die Kurse, wenn auch wesentlich geringer als bei einer Zinsangleichung, nach oben und unten schwanken. Dies tun diese nach festen Mustern. Deshalb wurde weiter oben dieses mit dem System angedeutet. Diese Muster werden in der Technischen Analyse ausgenutzt um Kursentwicklungen zu prognostizieren. Stichwort hierfür ist die Arbeit mit Chartformationen.

 

Wieso nun Forex Trading?

Der Devisenmarkt ist der größte Markt der Welt. Unvorstellbare Volumen werden hier täglich gehandelt. Der Trader findet hier eine riesige Liquidität für seinen Handel vor. Bei Aktien kann es schon mal vorkommen, das man seine Papiere nicht mehr los wird. Bei Devisen ist das praktisch nicht vorstellbar. Die anfallenden Handelskosten sind vernachlässigbar gering. Der Handel erfolgt mit Hebeln. Das bedeutet mit geringstem Kapitaleinsatz können große Gewinne erzielt werden. (Leider auch Verluste). Es kann 24 Stunden am Tag gehandelt werden.

Die Praxis des Forex Trading

Der Markt ist das Zusammentreffen von Anbietern und Nachfragenden. Diese reagieren oft in ähnlicher Art und Weise. Aber eben nicht immer. Und das birgt die großen Risiken in sich. Hat der Trader verschiedene Märkte im aktiven Handel ist es unerlässlich die Gesamtsituation seiner Handelstätigkeiten nicht aus dem Auge zu verlieren. Daher ist es ratsam sich auf das Lukrative zu beschränken. Interessant sind immer die Währungen, bei denen es größere Veränderungen bei der Werthaltigkeit geben kann. Das sind die, für die am Handelstag die Bekanntgabe von Fundamentaldaten ansteht. Das sind die oben angesprochenen Wirtschafts- und finanzpolitischen Daten. In letzter Zeit haben auch politische Gegebenheiten eine große Rolle gespielt. Siehe die Entwicklung der Kurse für den russischen Rubel nach Beginn der Sanktionspolitik. Der Handelstag des Traders beginnt daher mit dem Studium des Wirtschaftskalenders. Hier wählt er die Währungen für den Handelstag aus.

Preisverfallrubel

Abbildung zeigt den Preisverfall des Rubels

Nach diesem Schritt beginnt die Chartanalyse. Es wird nach Chartformationen gesucht. Mit Hilfe von Indikatoren und Oszillatoren berechnet der Trader Ein- und Ausstiegspunkte sowie die optimale Größe des Stop Loss. Danach kann der Handel beginnen. Das Währungspaar ist bestimmt. Die Losgröße steht fest. Der Hebel wurde gewählt. Stop Loss und Take Profit können gesetzt werden. Im günstigsten Moment wird der Trade eröffnet und beim Erreichen des Handelsziel wieder glatt gestellt. Danach beginnt die Auswertung um Stärken bei der Entscheidungsfindung auszubauen und Fehler in Zukunft zu vermeiden. Das kann mehrmals am Tag geschehen und beim Scalping sogar sehr viel mehr. So erarbeitet sich der Trader das Tagesziel und genießt dann hoffentlich mit Gewinn seinen Feierabend.

 



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This entry was posted on 31. Juli 2015 and is filed under Forex. Written by: . You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.